Mein Entschluss, mein Boot in Australien zum Verkauf auszuschreiben und somit die Weltumsegelung abzubrechen, hat mich noch tagelang beschäftigt – Tag und Nacht! Dabei wurde mir klar, dass das nicht der richtige Entscheid ist. Und je länger ich mich mit der Überquerung des Indischen Ozeans und der anschliessenden Umrundung Südafrikas befasste, faszinierte mich dieses Unternehmen wieder zunehmend. ELEONORE ist ein absolut seetüchtiges Boot, das den Anforderungen solch einer Segelreise entspricht. Und mittlerweile ist es auch noch mit neuen Wanten sowie einem neuem Achterstag und neuem Vorstag ausgestattet. Und meinen seglerischen Kompetenzen traue ich solch eine Reise ebenfalls zu. Somit wurde mir sukzessive klar, dass ich meine Weltumsegelung fortsetzen werde.




Für die Fortsetzung in diesem Jahr bin ich nun aber zu spät dran. Als Alternative habe ich einen Abstecher nach Thailand näher geprüft. Diese Idee verwarf ich schliesslich aufgrund des Umstandes, dass im Monat Oktober die Gewitterhäufigkeit auf dem Streckenabschnitt zwischen Bali und Singapur auf ihrem Höchststand ist. Statistisch gibt es mindestens jeden zweiten Tag heftige Gewitter – und dies über eine Strecke von rund 1000 sm, die zudem noch schlecht kartografiert und überdies mit Fischernetzen und Fischfarmen übersät ist. Und die Strasse von Malakka hoch ist auch kein Ponyhof. Das ist definitiv nichts für mich als Solosegler!


Und so kam ich nach diversen Überlegungen und Gesprächen mit Roswitha und Gottfried von der TUVALU zum Entschluss, ELEONORE hier in der Vuda Marina an Land zu stellen, wobei sie während der Hurrikansaison bis über den Kiel in einem Erdloch eingebuddelt sein wird. Doch bis es soweit ist, werden wir gemeinsam die Fiji-Inseln Viti Levu und Vanua Levu unter Segeln erkunden.


Am 12. November wird ELEONORE in die Erde versenkt, und am 20. November fliege ich via Brisbane, Dubai nach Hause.
Schöne Aussichten!